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Forschungsprojekte
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Deutsche Koordinierungsstelle für Gesundheitsheits-wissenschaften

Evaluation und Qualitätssicherung in der Selbsthilfe - Selbsthilfeforschung-Dokumentationsdatenbank
(EQUALS-DOKUDAT)


Evaluation und Qualitätssicherung in der Selbsthilfe Rheuma Liga Baden-Württemberg e.V. Daten zurStruktur-, Prozeß- und Ergebnisqualität (EQUALS-RHEUMADAT)

Kooperation und Vernetzung von Rehabilitationskliniken und Selbsthilfegruppen/-organisationen (VERS)

Implementierung von Umweltschutzmaßnahmen in Kliniken - Analyse förderlicher und hinderlicher Faktoren

COPSOQ Testung des Copenhagen Psychosocial Questionnaire

Pilotstudie zu Gestaltungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Leistungs- und Gesundheitsförderung an der Albert-Ludwigs-Universität

EKIV Evaluations-Koordinierungsstelle zur Integrierten Versorgung Gesundes Kinzigtal

PEFiT Entwicklung und Evaluation eines Fortbildungsprogramms zur partizipativen Entscheidungsfindung in der medizinischen Rehabilitation

TEKIM Theoretische und empirische Grundlagen einer Kundenorientierung in der Medizin (http://www.medizin-und-gesellschaft.uni-freiburg.de/)

PATENT Entwicklung und Evaluation eines Konzepts zur patientenorientierten Teamentwicklung in Rehabilitationskliniken

 


Die Abteilung für Medizinische Soziologie hat unter der Leitung von Prof.em. Dr.med.Jürgen v. Troschke seit ihrer Entstehung vor rund 30 Jahren neben ihrer universitätsfinanzierten Forschungsarbeit eine Vielzahl von drittmittelgeförderten Projekten durchgeführt, deren Ergebnisse in Abschlussberichten, Zeitschriftenaufsätzen und Büchern publiziert wurden. Im Forschungsbericht der Universität finden sich jeweils Kurzbeschreibungen der abgeschlossenen Projekte. Nachfolgend finden Sie die in den letzten Jahren an der Abteilung durchgeführten Forschungsprojekte.

Evaluation und Qualitätssicherung in der Selbsthilfe - Selbsthilfeforschung-Dokumentationsdatenbank
(EQUALS-DOKUDAT)

Im Zuge der Stärkung und finanziellen Förderung der Selbsthilfe im Rahmen der Gesundheitsreform 2000 hat diese vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Studie zum Ziel, die bisherige Forschung im Selbsthilfe-Bereich zu sichten, zu systematisieren, zu dokumentieren und zu bewerten. Dadurch soll der Wissensstand im Selbsthilfebereich erheblich erweitert und doppelte Arbeit vermieden werden. Auch dient die Studie dem Ziel, weiteren Forschungsbedarf zu ermitteln und Empfehlungen für den effizienten Einsatz der knappen Fördermittel in diesem Bereich zu erarbeiten. Der praktische Nutzen des Projekts liegt vor allem in seiner Vernetzungsfunktion für den Selbsthilfe-Bereich.

Seit dem 1.10.2001 ist die Dokumentationsdatenbank unter dem Projektnamen Clearing- und Dokumentationsstelle für Selbsthilfe-forschung CDS auch im Internet verfügbar.

Projektleiter: Dr. Ulrich Stößel; Prof. Dr. phil. Bernhard Borgetto
beratend: Prof. Dr.med. em. Jürgen von Troschke
Projektstatus: laufend

Evaluation und Qualitätssicherung in der Selbsthilfe Rheuma Liga Baden-Württemberg e.V. Daten zurStruktur-, Prozeß- und Ergebnisqualität (EQUALS-RHEUMADAT)

Die Wirkungen (Effektivität und Effizienz) der Selbsthilfe sind nur unzureichend untersucht. Es fehlen insbesondere Kontrollgruppenuntersuchungen sowie Studien über die Unterschiede in der Qualität der Selbsthilfeaktivitäten sowohl unter regionalen wie auch unter zeitlichen Gesichtspunkten. Das
Projekt will durch die Untersuchung von Struktur-, Prozeß- und Ergebnisqualität einen Beitrag zur Behebung dieses Mangels leisten. Erwartet werden Erkenntnisse über die veränderte Inanspruchnahme medizinischer (i.e. präventiver, kurativer,
rehabilitativer und pflegerischer) Leistungen und die Verbesserung des gesundheitlichen Status bzw. des Krankheitsverlaufs und der Lebensqualität von Patienten mit einer rheumatologischen Diagnose sowie Erkenntnisse über die Qualität des gesamten Umfangs der Selbsthilfeaktivitäten der Rheuma-Liga Baden-Württemberg e.V. flächendeckend in ganz Baden-Württemberg über einen Zeitraum von 3,5 Jahren.

Projektleiter: Dr. Ulrich Stößel; Prof. Dr. phil. Bernhard Borgetto
beratend: Prof. Dr.med. em. Jürgen von Troschke
Projektstatus: laufend

Evaluation und Qualitätssicherung in der Selbsthilfe Kooperation und Vernetzung von Rehabilitationskliniken und Selbsthilfegruppen/-organisationen (EQUALS-VERS)

Ein zentrales Problem der Rehabilitation ist die langfristige Sicherung des Rehabilitationserfolges - insbesondere nach stationären Rehabilitationsmaßnahmen. Von den Rehabilitanden wird erwartet, daß sie Risikoverhalten minimieren, adäquate Bewältigungsstrategien erlernen und im Alltag anwenden und ggf. ihren gesamten Lebensstil ändern. Selbst wenn es gelingt, unter den besonderen Bedingungen der Reha-Klinik Verhaltensänderungen zu bewirken, so können diese in der alltäglichen Lebenswelt oftmals nicht aufrecht erhalten werden. Maßnahmen, die am Wohnort unterstützend wirken, sind dringend notwendig. Der systematische Einbezug von Selbsthilfegruppen (SHG) und -organisationen (SHO) in die Reha-Maßnahme in der Klinik und die Reha-Nachsorge am Wohnort kann hilfreich Maßnahme sein. Die bisherigen Studien geben deutliche Hinweise auf die psychisch stabilisierende Wirkung von SHG/SHO, deren Bedeutung für das Einüben neuer Verhaltensweisen, für den krankheitsbezogenen Wissenserwerb und Erfahrungsaustausch, für die sozioemotionale und praktische Unterstützung, für die gezieltere Inanspruchnahme medizinischer, rehabilitativer und psychosozialer Leistungen, die soziale Aktivierung und Vermeidung von Isolation und nicht zuletzt die Verringerung krankheitsbedingter Belastungen. Die Annahme scheint gerechtfertigt, daß SHG/SHO bei vielen Krankheiten eine sinnvolle Ergänzung und Unterstützung bei der wohnortnahen ambulanten Rehabilitation bzw. der Reha-Nachsorge darstellen. Insbesondere im Bereich der Rehabilitation von Aphasikern, Rheumatikern und im Suchtbereich sind Modelle der Vernetzung und Kooperation bekannt. Die Wirkung auf die Rehabilitanden und v.a. die Teilnahme an SHG am Wohnort sind kaum untersucht.

Positive praktische Erfahrungen und theoretisch begründete Annahmen sprechen für eine Förderung der Vernetzung zwischen Rehabilitationseinrichtungen und Selbsthilfegruppen. Unklar ist jedoch, welche Formen der Vernetzung welche Wirkung für welche Patienten-/ Rehabiliitandengruppen haben. Um einen ersten Zugang zu dieser Fragestellung zu erhalten, soll in einem vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekt eine systematische Dokumentation in allen Rehabilitationskliniken in Deutschland durchgeführt werden. Das Ziel ist, eine Übersicht über unterschiedliche Vernetzungsmodelle und deren Evaluierung zu erstellen. Auf dieser Grundlage sollen dann einige der dokumentierten Modelle weitergehend wissenschaftliche untersucht werden.

Projektleiter: Dr. phil. Bernhard Borgetto, Prof. Dr.med. Jürgen v.Troschke
Projektmitarbeiter: Dipl. Soz. Martina Klein, N.N.
Projektstatus: abgeschlossen

Implementierung von Umweltschutzmaßnahmen in Kliniken - Analyse förderlicher und hinderlicher Faktoren

In diesem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten und gemeinsam mit dem Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg (Leiter: Prof. Dr. F. Daschner) durchgeführten Projekt sollen durch standardisierte Befragungen und Interviews mit Schlüsselpersonen diejenigen strukturell-organisatorischen, ökonomischen und persönlichen Faktoren herausgearbeitet werden, die für eine erfolgreiche oder mißlingende Implementierung von Umweltschutzmaßnahmen im Setting Krankenhaus verantwortlich sind. Die Ergebnisse sollen für Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen nutzbar gemacht werden, die ein verstärktes Engagement von Krankenhäusern in diesem Bereich ermöglichen sollen.

Projektleiter: Dr. Ulrich Stößel
Projektmitarbeiter: N.N.
Projektstatus: abgeschlossen

Deutsche Koordinierungsstelle für Gesundheitswissenschaften

Die Deutsche Koordinierungsstelle für Gesundheitswissenschaften (DKGW) ist vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit der Koordinierung der Entwicklungen in Lehre und Forschung der Public Health in Deutschland beauftragt. Nähere Informationen finden sich auf der Homepage der DKGW.

Projektleiter: Prof. Dr. J.v. Troschke
Laufzeit:1992 - 31.12.2008

Messung psychischer Belastungen - COPSOQ

In diesem mit Mitteln der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geförderten Projekt geht es um die Testung eines in Dänemark entwickelten Instrumentes zur Erfassung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz. Nach Überprüfung des Instrumentes auf seine Eignung ist angezielt, Betrieben eine handhabbbares, valides und reliables Instrument zur Messung psychischer Belastungsfaktoren in der Arbeitswelt an die Hand zu geben, das auch internationale Vergleiche ermöglicht.

Projektleiter: Dr. Ulrich Stößel
Projektmitarbeiter: Dr. Matthias Nübling
Projektstatus: abgeschlossen

 

Pilotstudie zu Gestaltungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Leistungs- und Gesundheitsförderung an der Albert-Ludwigs-Universität

Ziel dieser Pilotstudie ist es, die Voraussetzungen für nachhaltige Gestaltungsmöglichkeiten zur Gesundheits- und Leistungsförderung bei Beschäftigten und Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität zu untersuchen und daraus ein Konzept zu entwickeln, dies strukturell und personenbezogen in der Universität zu verankern. Dazu sind Erhebungen bei Studierenden und Beschäftigten ebenso geplant wie die Ereprobung des Instruments von Gesundheitszirkeln und anderen Maßnhamen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Projektleiter: Prof. v. Troschke, Dr. U. Stößel
Projektmitarbeiter: H.-J. Lincke, M.A., B. Lange, cand.med.
Laufzeit: laufend

EKIV - Evaluations-Koordinierungsstelle Integrierte Versorgung Gesundes Kinzigtal

Die Abteilung für Medizinische Soziologie hat von der Gesundes Kinzigtal GmbH im Benehmen mit der AOK Baden-Württemberg den Auftrag erhalten, die Gesundes Kinzigtal GmbH als Aufftraggeber von wissenschaftlichen Forschungsprojekten im Zusammenhang mit der Evaluation der Versorgungsform Integrierte Versorgung fachlich zu beraten, die sukzessive zur Ausschreibung gelangenden Projekte fachlich gemeinsam abzustimmen und zu begleiten.

Dazu hat die EKIV auf der Grundlage eines Expertenworkshops zusammen mit der Gesundes Kinzigtal GmbH und der AOK Baden-Württemberg ein Rahmenkonzept zur Evaluation dieser Versorgungsform erstellt, das die sukzessive Ausschreibung von Evaluationsmodulen vorsieht.

Für die Wissenschaftler, die mit Evaluationsprojekten an der wissenschaftlichen Begleitung der Integrierten Versorgung Gesundes Kinzigtal beteiligt sind, wird demnächst ein eigenes Internetportal auf der Homepage der Gesundes Kinzigtal eingerichtet.

Projektleiter: Dr. Ulrich Stößel
Projektmitarbeiter: Dr. Achim Siegel, M.P.H.
Laufzeit: 1.9.2006-30.9.2012

PEFiT - Entwicklung und Evaluation eines Fortbildungs-programms zur partizipativen Entscheidungsfindung in der medizinischen Rehabilitation

Ziel der Studie ist die Entwicklung und Evaluation eines Schulungsprogramms zur partizipativen Entscheidungsfindung in der medizinischen Rehabilitation, welches sich sowohl auf die Patienten- als auch auf die Mitarbeiterpartizipation bezieht.

Das Projekt umfasst:
1. Eine Pilotstudie zur Entwicklung der Module des Schulungsprogramms auf der Basis bereits vorhandener Schulungsprogramme, einer Delphi-Befragung von Experten und drei Fokusgruppen bei Rehabilitanden.

2. Eine kontrollierte Interventionsstudie (Hauptstudie) mit drei Erhebungszeitpunkten zur Evaluation des Schulungsprogramms. Die Daten werden dabei primär bei den Patienten und sekundär bei den Mitarbeitern jeweils mittels Fragebogen erhoben. Daneben erfolgt in der Interventionsgruppe eine standardisierte Beobachtung (OPTION-Skala) der Arzt-Patient-Gespräche.

Als Ergebnis wird ein systematisch evaluiertes Schulungsprogramm für Ärzte/Bezugstherapeuten in der medizinischen Rehabilitation erwartet. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit wird ein Schulungsmanual mit den Modulen erstellt, welches zur Umsetzung der Patientenorientierung z.B. im Rahmen des Qualitätsmanagements in der medizinischen Rehabilitation verwendet werden kann.

Projektleiter: Dr. Mirjam Körner, Dr. Ulrich Stößel
Projektmitarbeiter: Dipl.Päd. Heike Ehrhardt, Dipl.Psych. Anne-Kathrin Steger
Laufzeit: 1.4.2008-31.3.2011

PATENT - Entwicklung und Evaluation eines Konzepts zur patientenorientierten Teamentwicklung in Rehabilitationskliniken

Vorhabenziel: Entwicklung und Evaluation eines evidenzbasierten Teamentwicklungs-Interventionsprogramms zur Verbesserung der Patientenorientierung in Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation.

Arbeitsplanung: Die Entwicklung der Interventionen erfolgt in einer Pilotstudie durch eine Befragung von Experten (Führungskräfte und Mitarbeiter) und Patienten (Foksugruppen) der Rehabilitationskliniken zu verschiedenen Aspekten der Teamarbeit und Patientenorientierung. Anschließend wird das Interventionsprogramm in sechs Kliniken implementiert und in einer kontrollierten, cluster-randomisierten Interventionsstudie mit einem Messwiederholungsdesign evaluiert. Begleitend zur summativen Evaluation findet eine Prozessevaluation der einzelnen Interventionsbausteine statt.

Erwartetes Ergebnis: Als Ergebnis der Implementierung des Teamentwicklungs-Interventionsprogramms wird eine verbesserte Teamarbeit und Patientenorientierung erwartet, was sich wiederum positiv auf die Behandlungsqualität und den Behandlungserfolg auswirkt.

Ansprechpartner: Dr. Mirjam Körner
Tel: 0761/2035519
Email: mirjam.koerner@medsoz.uni-freiburg.de
Ansprechpartner: Dr. Linda Zimmermann
Tel: 0761/2035515
Email: linda.zimmermann@medsoz.uni-freiburg.de
Ansprechpartner: Christian Müller (Therapiemanager B.A.)
Tel: 0761/2035523
Email: christian.mueller@medsoz.uni-freiburg.de

Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 01.11.2011
Projektende: 31.10.2014
Projektleitung:
Dr. Mirjam Körner, Prof. Dr. Dr. Jürgen Bengel, Dr. Ulrich Stößel

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Medizinische Soziologie

Hebelstraße 29
79104 Freiburg i. Br.

Telefon: (+49) 0761/2035518
Fax: (+49) 0761/2035516
Email: sekretariat@medsoz.uni-freiburg.de
http://www.medsoz.uni-freiburg.de/

Finanzierung:
• BMBF & DRV

Schlagworte:
Teamentwicklung, Rehabilitation, Patientenorientierung

 

Daneben werden in einer Reihe von Eigenprojekten Fragestellungen der Sozialepidemologie, der Salutogeneseforschung, der Belastungsforschung in Gesundheitsberufen sowie der Unterrichtsforschung durchgeführt.

 
 
 
   
zuletzt aktualisiert: 15.2.2012